Interner Bereich

Hier finden Sie Ihren
bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger


LIV BADEN-WÜRTTEMBERG
Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein
LIV BADEN-WÜRTTEMBERG
Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein
Seite 4 von 18
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

STS BW GmbH landesweit gegründet

Am 19. Februar 2010 unterzeichneten die fünf Gesellschafter der „STS Schornsteinfeger Technologie Service Baden-Württemberg GmbH“ einen Gesellschaftervertrag am Sitz der Gesellschaft in Ulm/Donau.
Hier fand nun Vollendung, was ausführlich und sehr gewissenhaft vorbereitet und auf breite Basis in Baden-Württemberg gestellt wurde.
Somit wurde die bereits bestehende STS GmbH der Innung Stuttgart auf ganz Baden-Württemberg ausgeweitet.
Gesellschafter sind die 4 Schornsteinfegerinnungen Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Tübingen sowie als 5. der Landesinnungsverband. Als Geschäftsführer wurde der 39-jährige Schornsteinfegermeister Marc Hunecken aus Aichtal verpflichtet.
Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehören u.a.
·         Beratung von Schornsteinfegern in technischen Fragen,
·         Weiterbildung von Schornsteinfegern,
·         Vertrieb von Zubehör für Schornsteinfegerarbeiten sowie der
·         Betrieb von Messgeräteprüfständen.
Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg sowie die vier Innungen hoffen so, für die kommenden Aufgaben gut aufgestellt zu sein!

Hohe Auszeichnung für Hans-Ulrich Gula

Am Mittwoch, den 25.11.2009 wurde Bezirksschornsteinfegermeister Hans-Ulrich Gula im Sitzungssaal des Alten Rathauses in Plochingen mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Stauffer-Medaille wird ausschließlich vom Ministerpräsidenten für besondere Leistungen im politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich überreicht.
Hans-Ulrich Gula wurde vor wenigen Wochen, aus Altersgründen, aus dem Ehrenamt als Landesinnungsmeisters des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg verabschiedet und zum Ehrenlandesinnungsmeister ernannt. Der Geehrte lenkte 21 Jahre lang die Geschicke des Schornsteinfegerhandwerks in Baden-Württemberg und war vorher über Jahre Obermeister der Schornsteinfegerinnung für den Regierungsbezirk Stuttgart. In dieser Innung wurde er 2009 auch zum Ehrenobermeister ernannt. Gula ist Ehrenmitglied der ungarischen Schornsteinfegerinnung und Mitglied im Vorstand des Zentralinnungsverbandes des deutschen Schornsteinfegerhandwerks. Die Familie Gula hält durch einen von zwei Söhnen des geehrten bereits in der siebten Generation das Schornsteinfegerhandwerk am Leben.
Hans-Ulrich Gula ist an verschiedenen Gerichten als Schöffe tätig und ist überaus aktiv im Plochinger Vereinsleben. So ist er seit 1984 Vorsitzender des Ski-Clubs und hat auch hier großes bewegt und erreicht. In der Plochinger Feuerwehr hat es Gula in seiner aktiven Zeit es bis zum Zugführer und Brandmeister gebracht.
Am Ehrenabend nahmen neben dem Ministerpräsidenten Günther H. Oettinger zahlreiche Persönlichkeiten aus der Landespolitik, aus Berufsverbänden, der Wirtschaft und dem Plochinger Vereinsleben teil. Auch der Plochinger Bürgermeister Frank Buß ging auf das überaus lobenswerte ehrenamtliche Engagement von Hans-Ulrich Gula im Plochinger Vereinsleben ein.
Nicht zu unrecht stand der Abend, welcher vom Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg ausgerichtet wurde, unter dem Motto: „Eine Ära geht zu Ende – 21 Jahre Landesinnungsmeister“.

Neuer Vorstand des Landesinnungsverbandes

Der neue Vorstand des Landesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg wurde beim 52. Landesinnungsverbandstag 2014 in Titisee gewählt.

Rede von Tanja Gönner beim 47. LIV-Tag in Offenburg

Schornsteinfeger - Ein Beruf im Umbruch

Auszüge aus der Festrede der Ministerin Frau Tanja Gönner von Umweltministerium Baden-Württemberg anlässlich der öffentlichen Veranstaltung des 47. Landesinnungsverbandstags 2009 in Offenburg
 
Herzlichen Dank, Herr Klumpp, für Ihre freundliche Einführung. Zunächst möchte ich Ihnen, Herr Klumpp zur Wahl in das Amt des Präsidenten des Landesinnungsverbands ganz herzlich gratulieren. Es freut mich sehr, dass wir mit Ihnen – nach Herrn Gula, der diesen für uns wichtigen Verband 21 Jahre führte – wieder einen kompetenten Ansprechpartner zur Seite haben, auf den wir uns verlassen können.
Auch Ihnen Herr Baum gratuliere ich recht herzlich zur Wahl in das Amt des stellvertretenden Präsidenten des Landesinnungsverbands.
 
Über die Einladung, heute die Festrede bei Ihrem Landesinnungsverbandstag zu halten, habe ich mich sehr gefreut. Ich tue dies gerne. Bereits beim letztjährigen Landesinnungsverbandstag in Bruchsal und beim Regionalverbandstag des Zentralverbands der Deutschen Schornsteinfeger in Messkirch im Juni habe ich die Festrede gehalten. Wenn ich heute zum dritten Male innerhalb eines Jahres zu den Schornsteinfegern komme, so können Sie daran erkennen, welche Wertschätzung ich Ihnen entgegen bringe.
 
Schornsteinfeger - ein Beruf mit Tradition
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
das Schornsteinfegerhandwerk kann mit Stolz auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits eine Vorschrift der Stadt Braunschweig aus dem 13. Jahrhundert enthält folgende Bestimmung:
„Ein Jeder solle behüten und beschützen seinen Ofen und seine Feuermauer, dass die Funken nicht fahren in Nachbars Hof und ihm schaden.“ Konkreter wird es dann in einer Ratsverordnung vom 29. August 1586: „Ein jeder Hausbesitzer hat seine Feuerstätten, Kamine, Brauhäuser, Darren und Backöfen zu reinigen und die Schornsteine des Jahres wenigstens einmal fegen zu lassen.“
 
Seit dieser Zeit haben Schornsteinfeger Brände verhütet und Menschen vor dem
Erstickungstod bewahrt. Sie waren in den letzten Jahrzehnten hierbei sehr erfolgreich. Kaminbrände und Erstickungstod durch Kohlenmonoxid-Vergiftung gehören heute in Deutschland glücklicherweise nicht mehr zum Erfahrungsschatz der Menschen. Dies ist ganz Ihrem erfolgreichen Einsatz zu verdanken.
 
Weil der heutigen Generation in Deutschland solche Erfahrungen fehlen, scheinen manche das Wirken der Schornsteinfeger nicht mehr im dem gebotenem Maße zu schätzen. All denen sei ein Blick in andere Länder empfohlen. Als Polen beispielsweise die Bestimmungen im Jahre 1989 lockerte bzw. aufhob, schnellte die Zahl der Kohlenmonoxid-Vergiftungen auf jährlich bis zu 1000 – überwiegend mit Todesfolge – hoch. Im Jahre 1994 sah sich die polnische Regierung gezwungen, die Änderungen zurückzunehmen.
 
Berufsbild im Umbruch
Der Beruf des Schornsteinfegers unterliegt einem starken Wandel, man kann auch von einem Umbruch sprechen. Dies hat zunächst mit einem Technikwandel zu tun. Während früher der Kehrbesen das wichtigste Werkzeug der Zunft war, dominieren heute moderne Messgeräte.
Aber nicht nur die Technik bewirkt einen Wandel. Auch die tiefgreifenden Änderungen im Schornsteinfegerrecht – ausgelöst durch Forderungen der Europäischen Kommission – sind nicht ohne.
 
Im Kern des neuen Schornsteinfegerrechts verlieren die Schornsteinfeger in weiten Teilen ihre Monopolstellung und unterliegen dem Wettbewerb. Ich bin sehr gespannt, ob sich die Neuregelungen in der Praxis bewähren.
 
Als Folge der neuen Bundesgesetze müssen wir die Zuständigkeiten im Land mit einem neuen Landesgesetz regeln. Diesen Montag hat die Landesregierung beschlossen, den Gesetzentwurf hierzu dem Landtag zuzuleiten. Bei allem Wandel setzen wir hier auf Kontinuität. Da sich die bisherige Aufgabenverteilung als sachgerecht erwiesen hat, bleibt es beim Bewährten. Die unteren Verwaltungsbehörden bei den Stadt- und Landkreisen bleiben beispielsweise zuständig für die Durchsetzung der Kehr- und Überprüfungspflichten und das Regierungspräsidium Stuttgart vergibt wie bisher die Kehrbezirke. Ich bin froh, dass andere Überlegungen nicht weiterverfolgt wurden. Hier scheinen die Beteiligten sich den Spruch: „Erwäge neue Wege, vergiss aber das Bewährte nicht“ zu Herzen genommen zu haben.
 
Zum Umbruch im Beruf des Schornsteinfegers trägt auch bei, dass neben den herkömmlichen Aufgaben beim Brandschutz und der Feuersicherheit mehr und mehr Umweltschutzaufgaben hinzukommen. In zentralen Handlungsfeldern des Umweltschutzes sind die Schornsteinfeger für mich wichtige Akteure: Es sind dies der Klimaschutz und hier insbesondere die Energieeinsparung sowie die Luftreinhaltung.
 
Klimaschutz und Energieeinsparung
 
Baden-Württemberg unterstützt mit Entschlossenheit die auf europäischer und auf Bundesebene vereinbarten Klimaschutzziele.
Bei allen Überlegungen setzen wir auf die Motivation und Information der Bürgerinnen und Bürger und auf eine klare politische Zielrichtung. Diese Politik baut in hohem Maße darauf, dass viele Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes den Bürgern nicht nur etwas abverlangen, sondern für sie auch mit Nutzen und ökonomischem Gewinn verbunden sind. Energieeffizienzsteigerung in Gebäuden stellt für jeden eine krisensichere und zukunftsorientierte Anlageform dar. Sie wirft eine sichere und dauerhafte Rendite ab.
 
Wer Klimaschutz betreiben will muss sich vordringlich um Energieeinsparung kümmern. Ein sehr großes Energieeinsparpotenzial liegt in Deutschland im Gebäudebestand: Bestehende Gebäude brauchen etwa dreimal soviel Energie zur Beheizung wie Neubauten. Außerdem werden mehr als 80 Prozent des gesamten Energiebedarfs in privaten Haushalten für die Raumerwärmung und Warmwasser benötigt. Durch fachgerechtes Sanieren und moderne Gebäudetechnik können bis zu 80 Prozent davon eingespart werden.
 
Das Land hat bereits im vergangenen Jahr bundesweit erstmalig eine gesetzliche Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien bei neuen Wohngebäuden eingeführt. Der Bund hat dies aufgegriffen und im letzten Sommer in Anlehnung daran das deutsche Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz verabschiedet, das seit Anfang dieses Jahres für Neubauten gilt.
 
Ab 2010 wird das Erneuerbare-Wärme-Gesetz des Landes auch den Wohngebäudebestand in die Pflicht nehmen. Das ist insofern von großer Bedeutung, als es natürlich viel mehr bestehende Gebäude als entstehende gibt. Diese Regelung wird jedes Jahr bei schätzungsweise 50.000 Heizungserneuerungen greifen. Dabei ist Technologieoffenheit das Markenzeichen unseres Wärmegesetzes: der Hauseigentümer hat die Möglichkeit, zwischen der Nutzung von Sonnenenergie, Biomasse oder Erdwärme zu wählen.
 
Darüber hinaus kann der Eigner sich auch für eine anspruchsvolle Wärmedämmung, eine Heizung mit Kraft-Wärme-Kopplung oder den Anschluss an ein Wärmenetz entscheiden. Baden-Württemberg ist damit Pionier bei der Verpflichtung zum Einsatz erneuerbarer Wärme im Gebäudebereich. Und wir freuen uns, dass unsere Idee so schnell Nachahmung im Bund gefunden hat.
 
Auch und gerade die Schornsteinfeger sind beim Vollzug des Gesetzes eine wichtige Stütze. Als Sachkundige können Sie die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen für die Verpflichteten bestätigen. Neben den Anforderungen, die wir im Land vorgeben, betrifft eine Regelung des Bundes besonders Planer, Architekten, Bauherren und auch das Schornsteinfegerhandwerk: Die neue Energieeinsparverordnung EnEV; sie trat in ihrer Neufassung Anfang Oktober in Kraft.
 
Da die Neufassung auch direkt Aufgaben der Bezirksschornsteinfeger formuliert, müssen Sie sich, meine Damen und Herren, unmittelbar mit der Verordnung auseinandersetzen. So müssen Sie prüfen, ob ein alter Heizkessel außer Betrieb zu nehmen ist. Sie müssen sich im Rahmen der Feuerstättenschau ansehen, ob Wärmeverteilungsanlagen und Armaturen ausreichend gedämmt sind. Bei der ersten Feuerstättenschau nach Heizungserneuerung in bestehenden Gebäuden schauen Sie nach, ob die Anforderungen der EnEV an Umwälzpumpen und Wärmeverteilanlagen eingehalten sind.
 
Der Prüfaufwand entfällt nur, wenn eine Unternehmererklärung durch den die Anlage sanierenden Handwerker vorgelegt wird. Die Einbeziehung der Bezirksschornsteinfeger in den Vollzug der EnEV war aus meiner Sicht eine wichtige Maßnahme, um diesen zu stärken. Sie sind die Experten mit dem notwendigen Fachwissen und vor allem mit hervorragender Praxiserfahrung. So leisten Sie einen sehr wichtigen Beitrag um uns, die Politik, bei unseren Bemühungen zur Erreichung der Klimaschutzziele zu unterstützen.
 
Luftreinhaltung und 1. BImSchV
Wir können die Ziele, die wir uns im Klimaschutz gesteckt haben, nur erreichen, wenn wir uns auf allen Gebieten anstrengen.
Neben der Energieeinsparung müssen wir beispielsweise bei der Stromerzeugung weiter auf Wasser- und Windkraft sowie auf Photovoltaik setzen. Auch die nachwachsenden Rohstoffe müssen zur Strom- und Wärmeerzeugung beitragen. So wird z. B. auch Holz als Brennstoff wieder wichtiger. Dabei müssen wir aber die Luftqualität im Auge behalten. Im Winter legen sich Inversionswetterlagen wie ein Deckel auf unsere Täler und verhindern den Abtransport der Schadstoffe.
 
24.000 Tonnen Staub pro Jahr aus Holzfeuerungen belasten die Luft. Daran führt kein Weg vorbei, zumal mit der Zahl der Anlagen, deren Schadstoffemissionen steigen. Wenn Holz in großen Anlagen eingesetzt wird, können wir das unbesorgt tun. Hier gibt es strenge Grenzwerte und gute Filtertechniken. Bei den kleinen und mittleren Feuerungsanlagen gibt es noch eine offene Flanke.
 
Deshalb habe ich mich bereits vor mehr als drei Jahren für die Novellierung der
1. BImSchV eingesetzt. Leider hat das Verfahren viel Zeit benötigt. Wir scheinen aber jetzt auf die Zielgerade einzubiegen. Im Mai hatte das Bundeskabinett den Entwurf verabschiedet und dem Bundestag zugeleitet, der dem Entwurf ohne Änderungen
am 2. Juli zustimmte.
 
Am 16. Oktober stimmte der Bundesrat dem Entwurf zu. Dabei fanden insgesamt neun Änderungsanträge eine Mehrheit, die wegen Forderungen der Europäischen Kommission notwendig waren bzw. zu redaktionellen Änderungen führen. Inhaltlich sind die Änderungen kaum der Rede wert. Das Bundesumweltministerium muss den Entwurf jetzt erneut ins Bundeskabinett einbringen und dem Bundestag noch einmal zuleiten.
 
Ich freue mich sehr, dass im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP die folgenden beiden Sätze beim Thema Immissionsschutz gleich eingangs formuliert sind:
„Zur weiteren Verbesserung der Luftqualität wollen wir die Schadstoffe bereits an der Quelle reduzieren – auch bei der nachhaltigen Nutzung von Biomasse. Dafür ist die zügige Verabschiedung der vorliegenden 1. BImSchV notwendig.“
Für Schornsteinfeger besonders wichtig ist etwa das Beratungsgespräch mit dem Betreiber von handbeschickten Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe in die sachgerechte Bedienung eingeführt werden. Dies ist deshalb bedeutend, weil auch Anlagen, die strenge Grenzwerte einhalten können, bei falscher Betriebsweise enorm hohe Schadstofffrachten ausstoßen.
 
Im Zusammenhang mit der Feuerstättenschau kontrolliert der Schornsteinfeger bei Einzelraumfeuerungen für feste Brennstoffe den Feuchtegehalte der Brennstoffe und den technischen Zustand der Anlagen. Er bescheinigt dem Betreiber die ausreichende Schornsteinhöhe. Eine weitere bedeutende Änderung ergibt sich bei den wiederkehrenden Überwachungen.
 
Bei Festbrennstoffen sind künftig Messungen sowohl bei mechanisch beschickten Kesseln – also den Pellet- und Holzhackschnitzelkessel – als auch bei Scheitholzkessel vorgeschrieben. Die Leistungsgrenze sinkt von 15 auf 4 Kilowatt. Dafür verlängern sich die Messintervalle bei Gas- und Ölheizungen, die bisher jährlich gemessen wurden. Hier gibt es abhängig vom Alter der Anlage Messungen nur noch im zwei- bzw. dreijährigen Rhythmus.
 
Ich weiß, dass Sie, die Schornsteinfeger mit dieser Regelung unzufrieden sind. Auch das Umweltministerium hatte – wie Sie – viel Sympathie für eine an der Anlagetechnik orientierten Regelung.
 
Sie wissen aber, dass es auch Bestrebungen gab, generell einen dreijährigen Messrhythmus einzuführen. Ein an der Technik orientierter Ansatz ließ sich leider nicht durchsetzen. Beim Messrhythmus handelt es sich um ein sensibles Thema. Mir scheint es jetzt besser, den Kompromiss mitzutragen. Ansonsten könnten wir neue Auseinandersetzungen mit ungewissem Ausgang provozieren. Das kann niemand wollen.
 
Zum Ende meiner Ausführungen möchte ich noch einmal auf Sie, Herr Gula und auf Sie, Herr Klumpp zurückkommen. Herr Gula, Sie werden am 25. November vom Ministerpräsidenten unseres Landes verabschiedet. Dabei wird Ihr Lebenswerk gewürdigt. Dem kann und will ich nicht vorgreifen. Ich denke aber ohne einige Worte des Danks und der Anerkennung kann ich heute nicht schließen.
 
Herr Gula, Sie übergeben Herrn Klumpp ein wohl bestelltes Haus und können mit Stolz auf das Geleistete zurückblicken. Sie haben den Landesinnungsverband über zwanzig Jahre geführt und dabei Maßstäbe gesetzt. Für das Umweltministerium waren sie immer ein kompetenter und hilfsbereiter Ansprechpartner. Sie waren Pionier und haben neue Wege beschritten.
 
Die Übernahme Ihres ersten Kehrbezirks fiel fast genau mit dem Beginn der Emissionsmessung zusammen. Auch beim Pilotprojekt Energieeinsparung mit dem Start der Energieberater in Heilbronn waren Sie ein Wegbereiter. Sie haben oft hart mit uns um die richtige Lösung gerungen. Dabei haben Sie stets eine gute Balance zwischen konsequenter Interessenwahrnehmung und Kompromissfähigkeit gefunden. Das hat meinen Mitarbeitern und mir gefallen und imponiert. Für Sie mag heute der Satz von Arthur Schnitzler gelten: „Der Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut.“
Eines mag Sie jetzt trösten: wir lassen heute zum Abschied nur Ihre Hand los, nicht den Menschen. Nochmals vielen Dank für alles und alles Gute für Ihren neuen Lebensabschnitt.
 
Von Ihnen, den Schornsteinfegern unter der neuen Führung Ihres Präsidenten, Herrn Klumpp wünsche ich mir, dass Sie die von Herrn Gula eingeschlagene Linie fortführen. Bereits im Jahre 1973 haben wir gemeinsam in Baden-Württemberg als Vorreiter in Deutschland die Emissionsmessung eingeführt. Sie haben damals bewiesen, dass Sie bereit und in der Lage sind, neue Wege zu beschreiten. Das war der Einstieg in Aufgaben für den Umweltschutz. Tätigkeiten im Bereich Energieeinsparung folgten. Mit 230 Energieberaten im Jahre 2008 stellen Sie traditionell wieder die größte Gruppe.
 
Bei 1.500 von 3.400 EnergieSparChecks liegen Sie unangefochten an der Spitze. Dafür danke ich Ihnen ausdrücklich. Machen Sie weiter so.
 
Ihr Beruf befindet sich im Umbruch. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele von Ihnen die zahlreichen Änderungen auch Sorgen bereiten. Wenn Sie jedoch neue Themen weiter offensiv aufgreifen, ist mir um Ihre Zukunft nicht bange.
 
Beim Klimaschutz und der Energieeinsparung tun sich neue Felder auf. Ich rege an, dass wir die Felder im konstruktiven Miteinander gemeinsam bestellen. Bitte kommen Sie rechtzeitig auf das Umweltministerium zu, damit wir gemeinsam den besten Weg für die neu anstehenden Aufgaben ausarbeiten.
In diesem Sinne, lassen Sie uns auf die Felder gehen, damit wir bald die Früchte unserer Arbeit ernten können.
 
Vielen Dank!
 

Der LIV

Geschäftsstelle

Infos zur
Geschäftsstelle des LIV

Ausbildung

Beruf Schornsteinfeger

Informationen zur Ausbildung
zum Schornsteinfeger

Schornsteinfegerinternat

Ausbildung

Infos zum
Schornsteinfegerinternat