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LIV BADEN-WÜRTTEMBERG
Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein
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Sicherheit hat Vorrang

Sicherheit hat Vorrang LANDESINNUNGSVERBAND DES SCHORNSTEINFEGERHANDWERKS - BADEN-WÜRTTEMBERG - Sicherheit hat Vorrang Laut Statistik sterben in Deutschland täglich zwei Menschen an den Folgen eines Feuers. Hinzu kommen pro Jahr etwa 6.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden sowie rund 60.000 Leichtverletzte.

Sicherheit hat Vorrang



LANDESINNUNGSVERBAND DES SCHORNSTEINFEGERHANDWERKS



- BADEN-WÜRTTEMBERG -



Sicherheit hat Vorrang



Laut Statistik sterben in Deutschland täglich zwei Menschen an den Folgen eines Feuers. Hinzu kommen pro Jahr etwa 6.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden sowie rund 60.000 Leichtverletzte. Die Höhe der in Deutschland durch Brände verursachten Gesamtschäden beläuft sich jährlich auf rund 4,5 Mrd. Euro. Zwar entstehen nicht alle Brände durch Feuerungsanlagen, trotzdem sollte man davon ausgehen, dass alles getan wird um die Gesamtproblematik besser in den Griff zu bekommen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall, denn diesen erschreckenden Zahlen steht das Bestreben nach einer Deregulierung der Kehr- und Überprüfungstätigkeiten im Schornsteinfegerhandwerk entgegen.



Brandschutz ist heute ein gesetzliches Verwirrspiel. Das Nebeneinander von 16 verschiedenen Landesbauordnungen mit unterschiedlichem Einführungsstand der Feuerungsverordnungen, Normen und Richtlinien führt bei Bauherren, Handwerkern sowie Planern nicht selten zu Ratlosigkeit. Da gilt der Schornsteinfeger für so manchen Hilfesuchenden als verlässliche Instanz rund um die Feuerungsanlage. Hat sich Vater Staat mit der Schaffung dieses Berufszweiges etwas gedacht, fragt sich der geneigte Bürger? Man sollte es annehmen!



Das Schornsteinfegerhandwerk steht in erster Linie für die Einhaltung von Brand- und Umweltschutzvorschriften zum Nutzen für Mensch und Natur. .Darüber hinaus trägt die Beratungs- und Messtätigkeit nicht unwesentlich zur Energie- und somit Kosteneinsparung bei. Die gesamte direkte Brennstoffeinsparung durch die Messungen des Schornsteinfegerhandwerks betrug 2003 etwa 90 Mio. Liter Heizöl und 53 Mio. m3 Erdgas. Ein Energiepotenzial, von dem sich rund 70.000 Einfamilienhäuser mit einer Wohnfläche von 150 m2 (Heizenergieverbrauch 130 kWh/m2) ein Jahr lang beheizen lassen. Der Schornsteinfeger ist aber nicht nur zum Wohle der Bürger tätig, er sichert dem Staat auch den Vollzug von Verordnungen und Baugesetzen. Das klingt zwar gelegentlich unpopulär, ist aber sicher notwendig.



Der Nutzen dieser Aufgaben wird durch aktuelle Statistiken unserer europäischen Nachbarn untermauert. So sind allein in Belgien (10 Mio. Einwohner) jährlich etwa 150 CO-Tote zu beklagen. In Frankreich (59,34 Mio. Einwohner) sind es 7.500 CO-Vergiftungen mit rund 400 Todesfällen, in Ungarn (10 Mio. Einwohner) etwa 50 CO-Tote und in Polen (38,6 Mio. Einwohner) 150 CO-Tote pro Jahr. Ähnliche Zahlen gibt es auch aus anderen Ländern (z.B. Italien und England), so dass man vielerorts nach einem Instrument sucht, um dieses Gefahrenpotential zu verringern. In Deutschland hingegen ist die Anzahl der CO-Todesfälle und CO-Verletzten so niedrig, dass sie nicht einmal vom Statistischen Bundesamt erfasst wird.



Sicherheitsrelevante Vorschriften wollen also nicht nur erstellt und verwaltet sondern auch organisiert und vollzogen werden. In Luxemburg existieren beispielsweise Gesetze zur Ausführung und Reinigung von Abgasanlagen, ihnen wurde aber kaum Folge geleistet. Es kam folglich immer wieder zu Unfällen bis 1995 der Schornsteinfeger als Handwerksberuf anerkannt und der Vollzug der Tätigkeiten kontrolliert wurde. Seitdem tendiert die Zahl der CO-Geschädigten ? ähnlich wie in Deutschland ? gegen Null.





Ist Konkurrenz immer vorteilhaft?



Unter dem Überbegriff Bürokratieabbau gehört sicherlich auch ein bewährtes System wie das des Schornsteinfegerhandwerks auf den Prüfstand. Fraglich ist allerdings, ob sich die gesetzlich festgelegten Tätigkeiten ? unter dem Gesichtspunkt der Kostenreduzierung - bürgergerecht optimieren lassen.



Dass Konkurrenz allein nicht zwangläufig mit einer Absenkung der Kehr- und Messgebühren gleichzusetzen ist, zeigt die Praxis aus der benachbarten Schweiz. Dort stiegen in den Kantonen nach vollzogener Deregulierung die Gebühren um bis zu 20 %.



Ein erneuter Blick nach Luxemburg verrät ähnliches. Im Großherzogtum können Hausbesitzer ihren Schornsteinfeger zwar nach marktwirtschaftlich Gesichtspunkten frei wählen; für die einmalige Kehrung eines einzelnen Schornsteines werden aber auch 73,21 Euro fällig. Hinzu kommen Kosten für den sogenannten technischen Dienst der Handwerkskammern, die alle zwei Jahre eine Abnahme der gesamten Feuerstätte durchführen. Macht noch einmal 45 Euro. Nicht zu vergessen die Rauchgasanalyse (ähnlich der 1.BImSchV), die vom Heizungsbauer ? selbstverständlich kostenpflichtig ? durchzuführen ist.



Anders in Deutschland: hier hat das Schornsteinfegerhandwerk die Möglichkeit seine Tätigkeiten zu bündeln und dadurch Besuchstermine auf das notwendige maß zu reduzieren. Die Kehr- und Überprüfungsgebühren werden zudem durch die Landesbehörden in Abstimmung mit den Interessenvertretern der Haus- und Grundstückseigentümer festgelegt. Durch eine flächendeckende Organisationsstruktur ergeben sich außerdem klare Vorteile, die dem Bürger nicht nur beim Begleichen der Rechnung zugute kommt. Die effiziente Arbeitsausführung von Gebäude zu Gebäude zählt ebenso dazu wie die Präsenz vor Ort. Lange Anfahrten und die damit verbundenen Kosten fallen kaum an. ?Mein Schornsteinfeger wohnt in der Nähe und ist da wenn ich ihn brauche?. Zeitgemäße Kundenorientierung, die nicht nur in Ballungszentren, sondern auch in strukturschwachen Regionen funktioniert. Außerdem gibt es dadurch für Polizei und Feuerwehr stets klare Zuständigkeiten. Ein Aspekt, der im Ernstfall nicht zu unterschätzen ist.



Das sieht auch die Versicherungswirtschaft so. Nach Angaben des Verbandes ist die unabhängige Kontrolle durch das Schornsteinfegerhandwerk das derzeit beste System zur Vermeidung von Sach- und Umweltschäden durch Feuerungsanlagen. Fällt diese Regelung weg, werden bereits heute höhere Prämien für die Gebäude-, Feuer- und Hausratversicherung in Aussicht gestellt. Die Versicherungen haben Erfahrungen in diesen Dingen: Wettbewerb gewährleistet selten eine neutrale Beurteilung der Sachlage. Gefälligkeitsgutachten ? man möchte den Kunden schließlich nicht verlieren ? und materielle Interessen stehen häufig im Vordergrund. Das Gefahrenpotential nicht unweigerlich zu.



Mit der Freigabe der Kehr- und Überprüfungstätigkeiten nach dem Motto: ?Wettbewerb macht alles günstig und besser? scheint es also nicht getan zu sein. Hinzu kommt der bürokratische Aufwand, denn die Kontrolle, ob jeder Betreiber die vorgegebenen Überprüfungs- und Messintervalle einhält, fällt dann dem Staat zu. Von der Erstellung weiterer Statistiken wie einem Emissionskataster o. ä. ganz zu schweigen.



Abstriche bei der Einhaltung brandschutztechnischer Vorschriften stehen ebenso wenig zur Diskussion wie eine Lockerung des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Dagegen sprechen schon die eingangs genannten Zahlen sowie das CO2-Minderungsziel der Bundesregierung (Kyoto-Protokoll). Es kann sich also nur darum drehen, gesetzliche Vorschriften, Regeln und Verordnungen so zu optimieren, dass sie den Menschen und der Umwelt gleichermaßen gerecht werden.





Volkswirtschaft und Umweltschutz



Des Weiteren darf der volkswirtschaftliche Aspekt nicht unterschätzt werden. 7.976 Schornsteinfegerbetriebe betreuen mit rund 25.000 Beschäftigten einschließlich 1.294 Lehrlingen über 14 Millionen Gebäude. Dabei ziehen die durchgeführten Energieberatungen nach Angaben der Programmgruppe ?Systemforschung und technologische Entwicklung? des Forschungszentrums Jülich ein gemitteltes Investitionsvolumen von etwa 132 Millionen Euro pro Jahr nach sich. Hinzu kommen die Einsparungen für die verringerten Energiemengen, die im Zusammenhang mit einem abgesenkten Abgasverlust realisiert werden. Basierend auf einem Preis für einen Liter Heizöl EL von 40 Cent und einem Kubikmeter Erdgas von 35 Cent ergibt sich dadurch allein im Jahr 2003eine realisierte Einsparsumme in Höhe von 54,55 Millionen Euro. Eine Zahl, die angesichts stetig steigender Preise auf dem Energiesektor zunehmende Bedeutung haben wird. Schon jetzt belastet der hohe Rohölpreis unsere Konjunktur in erheblichem Maße.



Neben den Impulsen für den Arbeitsmarkt ? man rechnet damit, dass etwa 45.000 Arbeitsplätze in anderen Gewerken gesichert bzw. geschaffen werden ? ergeben sich auch positive Folgen für die Umwelt: Zusammengefasst haben alle Aktivitäten des Schornsteinfegerhandwerks dazu beigetragen, dass allein im Jahr 2003 ca. 335.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2), 273 Tonnen Stickoxide und 268 Tonnen Schwefeldioxid weniger in die Atmosphäre gelangten.





Unser Angebot:



Die deutschen Schornsteinfeger sind grundsätzlich bereit, das Verfahren für die Besetzung der Kehrbezirke und deren Vergabe gemäß den aktuellen EU-Forderungen zu verändern. Bundesinnungsmeister Hans-Günther Beyerstedt wörtlich: ?Das Schornsteinfegerhandwerk wendet sich nicht gegen die Marktöffnung und ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Bürger sich in Zukunft seinen Schornsteinfeger auswählen kann. Wichtig ist aber, dass stets die Sicherheit für Mensch und Umwelt gewährleistet bleibt?. Zur Erhaltung günstiger Kehr- und Prüfgebühren sowie zu Sicherung brandschutztechnischer Standards hat sich die flächendeckende Struktur des Schornsteinfegerhandwerks bestens bewährt. Der totale Wettbewerb würde den gegenteiligen Effekt zur Folge haben.



Sinnvolle und qualitativ vertretbare Alternativen zum bewährten Schornsteinfeger-System sind deshalb nicht erkennbar.



Raus mit den alten Energieverschwendern!

Raus mit den alten Energieverschwendern ! Übergangsfrist endete am 1. November - St. Augustin/Ulm - Trotz hoher Energiekosten gibt es in Deutschland etwa 1,4 Millionen Ölheizungen und fast 900.000 Gasfeuerungsanlagen die über 24 Jahre alt sind. Einem Teil dieser Energieverschwender wird jetzt per Gesetz der weitere Betrieb untersagt, wenn die Abgasverluste zu hoch sind.

Raus mit den alten Energieverschwendern !



Übergangsfrist endete am 1. November



- St. Augustin/Ulm - Trotz hoher Energiekosten gibt es in Deutschland etwa 1,4 Millionen Ölheizungen und fast 900.000 Gasfeuerungsanlagen die über 24 Jahre alt sind. Einem Teil dieser Energieverschwender wird jetzt per Gesetz der weitere Betrieb untersagt, wenn die Abgasverluste zu hoch sind.



Schon seit 1996 wurden in der Bundesimmissionsschutz-Verordnung Grenzwerte festgelegt, die einen zu hohen Wärmeausstoß in den Abgasen verhindern sollen. Die damit verbundene Übergangsfrist lief nun zum 1. November dieses Jahres aus. Von einer Überraschung kann also keine Rede mehr sein. Ist der Abgasverlust zu hoch beanstandet der Schornsteinfeger die Heizungsanlage. In der Praxis wird dies dem Betreiber im Rahmen der jährlichen Messung mitgeteilt. Der Betreiber hat dann sechs Wochen Zeit den Wärmeerzeuger in Ordnung zu bringen oder auszutauschen. Dann steht nämlich die Wiederholungsmessung an, zu der der ?Schwarze Mann? verpflichtet ist. Ergibt auch diese Analyse, dass die Abgasverluste zu hoch sind, muss der Bezirksschornsteinfegermeister Betreiber und Messergebnis der zuständigen Behörde melden.



Achim Heckel vom Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg (LIV) rät: ?Wer eine ältere Heizungsanlage besitzt sollte seinen Schornsteinfeger als neutralen Fachmann um Rat fragen, denn schließlich dient die Maßnahme der Energieeinsparung. Ein Aspekt, der dem Geldbeutel und der Umwelt gut tut?.



Der erste Knigge für Schornsteinfeger

Der erste Knigge für Schornsteinfeger Mehr Erfolg im Umgang mit Kunden! "Der erste Knigge für Schornsteinfeger" ist veröffentlicht! ?Der erste Knigge für Schornsteinfeger? soll ab sofort Schornsteinfegermeistern, Gesellen und Auszubildenden gleichermaßen zu vertrauensvollen Kundenbeziehungen sowie mehr Anerkennung verhelfen.

Der erste Knigge für Schornsteinfeger



Mehr Erfolg im Umgang mit Kunden! "Der erste Knigge für Schornsteinfeger" ist veröffentlicht!



?Der erste Knigge für Schornsteinfeger? soll ab sofort Schornsteinfegermeistern, Gesellen und Auszubildenden gleichermaßen zu vertrauensvollen Kundenbeziehungen sowie mehr Anerkennung verhelfen. Denn Hans-Günther Beyerstedt ist sich sicher: ?Für ein harmonisches Miteinander zwischen Kunden und Schornsteinfegern haben Freundlichkeit, Höflichkeit, Respekt, Sauberkeit und Pünktlichkeit immer noch allerhöchste Priorität. Diese Erkenntnis, die nicht erst seit heute aktuell ist, wurde bislang jedoch noch nicht von allen Berufsangehörigen unseres Handwerks ausreichend erkannt und praktiziert. In erster Linie gilt es, den Kundenservice und die Kundenorientierung zu verbessern. Denn unsere Probleme sind weder technischer noch finanzieller Art, unsere Probleme liegen im zwischenmenschlichen Bereich und dem dadurch in der Vergangenheit erlittenen Imageverlust?.



Anlässlich der bundesweiten Obermeistertagung des Schornsteinfegerhandwerks in Haan hat die Autorin Umberta Andrea Simonis Bundesinnungsmeister Hans-Günther Beyerstedt am 23. September 2004 die neue offizielle Veröffentlichung und Lehrgrundlage des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) überreicht.



Mit der diplomierten Kommunikationsdesignerin Umberta Andrea Simonis, Inhaberin der bekannten Simonis Service Agentur und Pionierfrau des neuen Handwerks, konnte der ZIV für sein Vorhaben eine kompetente und bundesweit bekannte Autorin gewinnen. Frau Simonis hat schon 2002 den ?Ersten Knigge für Handwerker? in Holzmann Verlag veröffentlicht, der ein Bestseller wurde.



Erst im Dezember 2003 begannen die Vorarbeiten und bereits im September 2004 erschien nun ?Der erste Knigge für Schornsteinfeger?.



?Dieser Ratgeber ist keinesfalls als unausgesprochener Tadel zu verstehen. Er verhilft dem einzelnen Schornsteinfeger zu vertrauensvollen Beziehungen, begeisterten Kunden und mehr Anerkennung!?, so die Zielsetzung von Autorin und Bundesverband.



?Der erste Knigge für Schornsteinfeger? (73 Themenstichwörter, 208 Seiten, ca. 140 Abbildungen und Praxisbeispiele mit Fotoreportagen) erscheint im Holzmann Buchverlag aus Bad Wörishofen, einem der führenden bundesdeutschen Fachverlage für die Aus- und Weiterbildung im Handwerk. Der Verlag ist besonders stolz darauf, diese bundesweit einmalige Publikation zu verlegen. Denn der Ratgeber ist zukünftig die offizielle Veröffentlichung und Lehrgrundlage vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) für seine 7.976 Mitgliedsbetriebe in Deutschland.

Qualität für den Kunden

Qualitätssicherung im Schornsteinfegerhandwerk Durch Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung sind Schornsteinfeger stets auf dem neuesten Stand der Technik. Außerdem hat sich das gesamte Schornsteinfegerhandwerk nach DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifizieren lassen. Die Einzelbetriebe, Innungen, Landesinnungsverbände und der Bundesinnungsverband sowie die Bildungsstätten des Schornsteinfegerhandwerks haben sich dem System angeschlossen.

Qualitätssicherung im Schornsteinfegerhandwerk





Durch Ausbildung und regelmäßige Weiterbildung sind Schornsteinfeger stets auf dem neuesten Stand der Technik.



Außerdem hat sich das gesamte Schornsteinfegerhandwerk nach DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifizieren lassen. Die Einzelbetriebe, Innungen, Landesinnungsverbände und der Bundesinnungsverband sowie die Bildungsstätten des Schornsteinfegerhandwerks haben sich dem System angeschlossen. Die Zertifizierung sorgt für einen hohen Standard im Schornsteinfegerhandwerk.



Das Schornsteinfegerhandwerk



-mit Sicherheit in Europa-



Re-Zertifizierung des Schornsteinfegerhandwerks



Als Glücksbringer hatte der Schornsteinfeger bereits im Mittelalter eine lebenswichtige Bedeutung. Brände von unvorstellbarem Ausmaß vernichteten zu der damaligen Zeit in den Städten und Dörfern Häuser, Hab und Gut der Bewohner und nicht zuletzt die Bewohner selbst. Ursache hierin waren oft verrußte, da nicht gereinigte oder nicht vernünftig, ordnungsgemäß gebaute Schornsteine und Feuerstätten. So konnte das Feuer sich über den brennenden Ruß im Schornstein zunächst auf das Haus und im weiteren Verlauf auf die Nachbarschaft ausbreiten.



Aus diesem Grund zogen einige mittelalterlichen Städte es in Erwägung dieser oftmals verherenden Feuersbrunst Einhalt zu gewähren.



So entstanden nun die ersten Verordnungen mit dem Ziel, dass die Schornsteine von dem dafür ?privilegierten Schornsteinfeger? gefegt bzw. gereinigt werden.



So sorgte der Schornsteinfeger mit seiner Tätigkeit für mehr Brandsicherheit im Haus und brachte somit Glück für das Haus und seine Bewohner.



Nun, soviel zur Geschichte; aber wie sieht das Ganze in der Gegenwart aus?



Die Entwicklung des Schornsteinfegerhandwerks zum modernen Dienstleister verlief analog zum technischen Fortschritt von Schornsteinen und Feuerstätten bis in die heutige Zeit.



Natürlich ergaben sich daraus völlig neue Aufgabengebiete auf die das Schornsteinfegerhandwerk stets mit Weitblick reagierte und sich durch geeignete Weiterbildungsmaßnahmen rechtzeitig darauf vorbereitete und eingestellt hat.



Das berufliche Betätigungsfeld des Schornsteinfegers wurde durch diese technische Entwicklung von der reinen Kehrtätigkeit weg, hin zum Experten für Feuerungsanlagen, Umweltfragen rund um den häuslichen Bereich sowie zum Energieexperten getragen.







· Brandverhütung



· Sicherheit



· Umweltschutz/Energieeinsparung



· neutrale Beratung



werden durch das bundesweit eingeführte Signet in dem stilisierten Besen mit den Farben rot, gelb, blau und grün symbolisiert.



Als staatlich beliehener Unternehmer und zugleich selbstständiger Gewerbetreibender führt der Schornsteinfeger in seiner Eigenschaft als Bezirksschornsteinfegermeister in einem Kehrbezirk öffentliche und handwerkliche Tätigkeiten aus. Dabei entspricht die Übertragung staatlicher Überwachungsaufgaben auf ein neutrales Handwerk einer modernen Form des Verwaltungshandelns und zugleich eine Deregulierung und Liberalisierung von solcher Aufgaben seitens des Staates.



Natürlich verlangt eine solche Umsetzung von staatlichen Aufgaben unter Berücksichtigung der Neutralität zum Wohle des Bürgers ein hohes Maß an Umsicht und Flexibilität. Als Vorraussetzung gilt hier, einen sachgerechten Interessenausgleich zwischen Kunden, Politik, Verwaltung, Marktpartnern und Mitarbeitern zu finden, aber auch, und dies wird gleichermaßen in Zukunft wichtig sein, die Berufsgrundlagen in einem vereintem Europa zu behaupten.



Im Jahr 1997 erkannte das Schornsteinfegerhandwerk die Zeichen der Zeit und so beschloss die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) als oberstes beschlussfassendes Organ, ein Qualitäts- und Umweltmanagement nach den Normen DIN EN 9000 und DIN EN ISO 14001 für das Schornsteinfegerhandwerk einzuführen.



Durch dieses Qualitäts- und Umweltmanagementsystem ist das Schornsteinfegerhandwerk in der Lage das hohe Niveau seiner Tätigkeiten und täglichen Arbeit nach anerkannten Regeln der Wirtschaft zu sichern. Qualität heißt vor allem, das Fachwissen für die tägliche Arbeit zu haben, dieses ständig anzupassen und eigene innovative Beiträge zu liefern. So sind in diesem Bereich auch künftig besondere Anstrengungen zu unternehmen zu sein, damit die hohe Kundenzufriedenheit, welche durch unabhängige Meinungsforschungsinstitute bescheinigt wird, weiterhin Bestand haben wird. So gilt vor allem auch die Ausbildung des Nachwuchses als ein Qualitätsmerkmal für das gesamte Handwerk, da nur durch neue qualifizierte Mitarbeiter ein modernes und innovatives Schornsteinfegerhandwerk in der Zukunft und in Europa eine wirkliche Chance haben wird.



Mit der Handwerkskammer für Mittelfranken und der Landesgewerbeanstalt Bayern, Abteilung LGA-ManagementsystemConsulting, wurden Berater gefunden, die das Schornsteinfegerhandwerk bei den vorzubereitenden Arbeiten bis hin zur Zertifizierung im Jahr 2001 begleiteten.



Angefangen bei der Auditierung des Bundesverbandes über die Landesinnungsverbände, der einzelnen Innungen bis hin zum Einzelbetrieb durch die externen und internen Auditoren, war dies in der Vergangenheit ein großer Schritt in Richtung zukunftsorientierten Denken im Schornsteinfegerhandwerk.



Während der gesamten Zeit wurde nun die Erstellung des Managementhandbuches voran getrieben um hier mit den beinhalteten Systemdokumenten ein Leitfaden für die einzelnen Betriebe, der Innungen und der LIV´s bis hin zum Bundesverband zu erstellen.



Die Schulung der Einzelbetriebe mit der Umsetzung der Inhalte auf allen Organisationsebenen und der Durchführung von jährlich ca. 800 interner Auditierungen stellte den Grundstein der Zertifizierung dar.



Aufgrund der nahezu 100 %-tigen Organisationsdichte des Schornsteinfegerhandwerks und dem festen Willen aller, ein QM/UM-System im Handwerk zu erstellen, war dies möglich.



In dieser Zeit wurden viele Verbesserungsvorschläge in das Handbuch übernommen. Es entstand die zweite Generation des Handbuches, das zu diesem Zeitpunkt nur noch auf CD-ROM ausgeliefert wurde. Die regelmäßige Durchführung der Folgeaudits, der sog. Überwachungaudits, die ständige Einbringung von Verbesserungsvorschlägen und die Neuauflage von Workshops in Gruppen sorgten dafür, dass das System weiterhin mit Leben erfüllt wurde.



So erfolgte die Aufnahme der Änderung der neuen DIN EN ISO 9000:2000 fast unbemerkt und problemlos.



Nach Ablauf der Gültigkeit der 2001 überreichten Zertifikate wurde nunmehr das Re-Audit durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass am 08. März 2004 im Marmorsaal des PresseClubNürnberg erneut den Vertretern des Bundesverbandes, der Landesinnungsverbände, der Innungen, der Schulungsstätten und Vertretern der Einzelbetriebe die Zertifikatsurkunden überreicht werden konnte.



16 Landesinnungsverbände, 54 Innungen, 10 Bildungseinrichtungen für Schornsteinfeger, 45 Prüfstände und ?das Wichtigste? über 8000 Betriebe mit ca. 20.000 Mitarbeitern wurden bis Ende 2003 auditiert und somit die Zertifizierung ausgesprochen.



Zu diesem für das Schornsteinfegerhandwerk große Ereignis waren zahlreiche Gäste geladen und zugegen.



In seiner Begrüßung konnte der Kollege Gunar Thomas (Qualitäts- und Umweltbeauftragter des ZIV) den Ministerialdirektor Herrn Dr. Heinz Fischer-Heidlberger vom Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbrauscherschutz des Landes Bayern, Herrn Prof. Dr. Forster HWKS GmbH sowie Herrn Dr. Kohl LGA InterCert sowie viele weitere Gäste herzlich willkommen heißen.



Bundesinnungsmeister Hans-Günther Beyerstedt unterstrich in seiner Eröffnungsrede die Aktivitäten des Schornsteinfegerhandwerks zum Erreichen der bundesweiten Zertifizierung und sprach hierbei allen Beteiligten seinen Dank aus.



In seinem Grußwort bedankte sich der Ministerialdirektor Herr Dr. Heinz Fischer-Heidlberger für die Einladung anlässlich der erfolgreichen Re-Zertifizierung des deutschen Schornsteinfegerhandwerks.



?Die Übergabe von Umweltmanagementurkunden ist für einen Amtschef im Umweltministerium grundsätzlich kein außergewöhnlicher Termin?, so der Ministerialdirektor. Aber, der Anlass dieser Veranstaltung des Schornsteinfegerhandwerks fällt doch aus dem Rahmen:



Alle deutschen Schornsteinfegerbetriebe haben gemeinsam ein integriertes Managementsystem nach ISO 9000 und 14001 eingeführt und dieses nunmehr Re-Zertifizert!!



Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme sind Ausdruck einer modernen Unternehmensführung.



Sie sind konkreter Ausdruck der Bereitschaft zu freiwilliger Qualitäts- und Umwelt-



verantwortung und damit zugleich ein Schlüsselinstrument bei der Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung im Bereich der Wirtschaft.



Die Erfahrungen mit diesen Systemen belegen zudem, dass sich Ökologie und Ökonomie innerbetrieblich effizient verbinden lassen.



Es wurde während der gesamten Feierstunde sehr deutlich, wie wichtig dieses Qualitäts- und Umweltmanagementsystem für das Schornsteinfegerhandwerk auch in Zukunft sein wird.



Das Schornsteinfegerhandwerk braucht sich also nicht zu verstecken, im Gegenteil der Schornsteinfeger von Heute ist zum Sicherheits-, Umwelt- und Energie-Experten geworden. Das ist einzigartig in Deutschland, Europa, ja in der ganzen Welt!!



So ist nur noch eines anzumerken:



Der Schornsteinfeger



-mit Sicherheit in Europa-

Der LIV

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