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Die Messung nach der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV)

Die Messung nach der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV)
Erläuterungen zur Messbescheinigung


1. An neuen oder wesentlich geänderten Öl- und Gasfeuerungsanlagen ist innerhalb von 4 Wochen nach Inbetriebnahme eine Messung durchzuführen. Danach finden jährlich wiederkehrende Messungen statt. Hat die Feuerungsanlage die Anforderungen einer Messung nicht erfüllt, so ist innerhalb von 6 Wochen eine Wiederholungsmessung durchzuführen
Die Messung nach der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV)
Erläuterungen zur Messbescheinigung


1. An neuen oder wesentlich geänderten Öl- und Gasfeuerungsanlagen ist innerhalb von 4 Wochen nach Inbetriebnahme eine Messung durchzuführen. Danach finden jährlich wiederkehrende Messungen statt. Hat die Feuerungsanlage die Anforderungen einer Messung nicht erfüllt, so ist innerhalb von 6 Wochen eine Wiederholungsmessung durchzuführen. Eine Messung auf Anordnung der zuständigen Behörde ist beispielsweise erforderlich, wenn auch bei der Wiederholungsmessung die Anforderungen nicht erfüllt wurden. Bei Öl- und Gasfeuerungsanlagen wird der Abgasverlust, bei Ölfeuerungsanlagen werden zusätzlich die Rußzahl und mögliche unverbrannte Ölbestandteile im Abgas überwacht.

2. Die Nennwärmeleistung ist die von der Feuerungsanlage im Dauerbetrieb höchste nutzbar abgegebene Wärmemenge pro Zeiteinheit.

3. Mit Gebläse arbeiten moderne Ölzerstäuber- oder Gasgebläsebrenner. Bei Gasbrennern ohne Gebläse wird die Verbrennungsluft über den Gasdruck zugemischt (atmosphärische Gasbrenner). Ölbrenner ohne Gebläse (z.B. Kachelofeneinsätze) werden als Verdampfungsbrenner bezeichnet.

4. Der Leistungsbereich ist die minimal bis maximal einstellbare Leistung des Brenners, d.h. die über den Brennstoff in die Anlage gebrachte Wärmemenge pro Zeit (1kg Heizöl/Stunde entspricht etwa einer Leistung von 12kW).

5. Die Rußzahl wird nur bei Ölfeuerungsanlagen bestimmt. Sie lässt Rückschlüsse auf die Verbrennungsgüte zu. Eine bestimmte Abgasmenge wird durch ein Filterpapier gesaugt und die Schwärzung des Filterpapiers mit einer zehnteiligen Skala verglichen. Aus drei Einzelwerten wird der Mittelwert gebildet und auf den nächsten Wert gerundet. Die so ermittelte Rußzahl darf einen Wert von 1 nicht überschreiten. Lediglich bei Anlagen, die vor dem 1. 10. 1988 errichtet wurden, und bei Ölfeuerungsanlagen mit Verdampfungsbrennern ist eine Rußzahl von 2 zulässig.

6. Gelbliche Verfärbungen des Filterpapiers bei der Rußzahlbestimmung deuten auf unverbrannte Ölbestandteile und damit auf eine unvollständige Verbrennung des Heizöls hin. Das Abgas darf keine Ölderivate enthalten.

7. Der Abgasverlust ist der Wärmeinhalt der Abgase, die über den Schornstein abgeleitet werden. Ein höherer Abgasverlust bedeutet eine schlechtere Energieausnutzung und höhere Emissionen. Der Abgasverlust wird aus der Differenz der Verbrennungslufttemperatur und der Abgastemperatur berechnet. Verschiedene Feuerungsanlagen benötigen für die gleiche Menge Brennstoff unterschiedliche Luftmengen. Bei höheren Luftmengen ist das Abgas kälter und würde geringere Abgasverluste vortäuschen. Dies wird vermieden, indem der Abgasverlust auf einen bestimmten Sauerstoff- oder Kohlendioxidgehalt im Abgas bezogen wird. Der Abgasverlust ist für neue Anlagen (ab 1. 1.1998) wie folgt begrenzt: Nennwärmeleistung - Grenzwert für Abgasverlust > 4 bis 25 kW - 11% > 25 bis 50 kW - 10% > 50 kW - 9% Zusätzlich wird eine Toleranz eingeräumt, wodurch die Messungenauigkeit berücksichtigt wird. Für ältere Anlagen gelten abhängig vom Ergebnis der 1996/1997 durchgeführten Einstufungsmessungen Übergangsregelungen bis längstens 1.11.2004.

8. Wärmeträgertemperatur und Druckdifferenz zwischen Abgas und Umgebungsluft dienen zur Beurteilung der Feuerungsanlage und ihres Betriebszustandes während der Messung.

9. Entspricht das Ergebnis nicht den Anforderungen der Verordnung, so ist eine Wiederholungsmessung innerhalb von 6 Wochen erforderlich. Diese Zeit sollte genutzt werden, um eine Wartung durchführen zu lassen.

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